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15.09.
Fahrt von der Mushara Lodge - Tumseb - Otavi - Otjiwarongo zur Okonjima
Lodge Die
Fahrt verläuft angenehm, da nur die letzten 24 km auf einer Schotterstraße zu fahren sind. Beim Tanken stellen wir fest,
dass man am hiesigen Geldautomat mit der normalen Scheckkarte Geld abheben
kann. Das kommt uns gelegen, da wir wieder mal kein Geld umgetauscht haben
und es Sonntag ist. In der Lodge beginnt unser Programm um 15:30h mit
Kaffe und Kuchen. Um 16h geht es dann auf eine Pirschfahrt, bei der uns
erst die Arbeit von Africat näher gebracht wird und dann fahren wir in
ein 150 Hektar großes Gebiet, in dem 6 Geparden leben, die nicht mehr
ausgewildert werden können. Auf den Motorhauben der Jeeps ist Futter für
die Geparden. Da sie mittlerweile an die Jeeps gewöhnt sind und wissen,
dass diese das Futter bringen, kommen sie auf die Jeeps zu gerannt.
Hierbei kann man ansatzweise die Geschwindigkeit erahnen, die sie haben,
wenn sie jagen. Bei der Spitzengeschwindigkeit von fast 120
Stundenkilometer machen sie Sätze von bis zu 8 Meter! Nachdem sie die
ersten Brocken haben, verziehen sie sich wieder und man sieht wie gut sie
an ihre Umgebung angepaßt sind. Wir müssen suchen und finden sie dann
nur wenige Meter vom Jeep entfernt, wirklich perfekt getarnt. Es ist
fantastisch, diese schönen Tiere aus nächster Nähe beobachten zu können.
Danach sehen wir noch diverse andere Geparden von der Krankenstation oder
kleine Geparden deren Mutter von einem Farmer erschoßen wurde. Danach
gehts zum obligatorischen Sundowner und dann zum Abendessen. Nach dem
Abendessen laufen wir zu einem Ansitz vom dem aus man Nachttiere
beobachten kann. Im Ansitz angekommen wartet man was dann kommt. Wir haben
3 Stachelschweine gesehen und zur Überraschung unseres Guides kam ein
Kudu des Weges lang. Mit viel Glück kann man auch den afrikanischen
Luchs, Leoparden oder Eulen bewundern. 16.09.
Buschmann-Trail und Pirschfahrt zu den Leoparden Wecken
6:30, kleines Frühstück um 7h am 4.000 Hektar großen Löwengehege. Die
Löwen lassen sich etwas bitten bis sie kommen, aber dafür sehen wir sie
dann im schönsten Morgenlicht. 7:30 geht's zum Buschman-Trail. Hier wird
uns ein wenig die Lebensweise der Buschmänner näher gebracht.
Faszinierend mit welch einfachen aber effektiven Mitteln sie ihr Leben
gemeistert haben. Wir bekommen gezeigt wie sie Feuer und ihre
Musikinstrument gemacht haben oder wie sie Fallen bauen. Danach gibts dann
einen leckeren Brunch. Am Nachmittag gibts wieder leckeren Kuchen und
danach geht's auf Pirschfahrt, Leoparden beobachten, sofern wir welche
finden. In einem 4.000 Hektar großen Gelände leben 4 Leoparden. Es sind
wilde Leoparden die in ihrem Revier eingezäumt wurden, um Ärger mit den
angrenzenden Farmen zu vermeiden. Hierzu haben sie auch einen Sender,
damit man sie orten kann sofern sie doch mal flüchten. Außerdem um ihr
Verhalten zu beobachten. Aber selbst wenn man sie orten kann heißt das
noch lange nicht, das man sie sieht. Sie bekommen zwar ab und zu Futter
angeboten, aber im allgemeinen jagen sie ihr Futter selbst. Deshalb gibt
es auch keine Garantie, dass man einen Leoparden sieht. Nachdem 2 geortet
wurden, wird vor einem Ansitz Fleisch ausgelegt, in den wir dann hinein
gehen. Dann heißt es wieder ruhig sein und hoffen das sie nicht gerade
gejagt haben und Hunger haben, bzw. dass sie das Fleisch auch riechen. Ca.
17:30 sind wir im Ansitz und warten ... ein Mungo zeigt sich und
verschwindet gleich wieder. Warten ... an dem ausgelegten Fleisch picken
sehr schöne mir unbekannte Vögel. Die Zeit vergeht bis kurz vor 6 als
ein Leopard von rechts auf der Bildfläche erscheint. Er macht sicht
sofort über den größten Fleischbrocken her. Wir sitzen lediglich 3
Meter von ihm weg und können lautstark hören wie er die Knochen mit
seinen Zähnen im Fleisch knackt. Nach einer ganzen Weile kommt noch ein
zweiter Leopard. Wie wir später erfahren die Schwester des Ersten. Die
Weibchen sind bei Leoparden deutlich kleiner. Daher traut sie sich auch
nicht zu den anderen kleineren Fleischstücken hin. Nachdem der Bruder das
meiste weggefuttert hat, traut sie sich langsam vor, sie beschnuppern sich
und sie isst die noch verbliebenen Reste. Das ganze spielt sich in der
langsam untergehenden Sonne ab, also bei fantastischen Licht. Traumhaft.
Der Sundowner fällt heute aus, aber darauf können wir bei so einem schönen
Erlebnis locker verzichten.
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