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Addo Elephant National Park
Der 72 km nördlich von Port Elizabeth unweit der Zuurbergkette im Tal des Sundays River gelegene Park wurde zum Schutz der geringen Restbestände der einstmals großen, durchs östliche Kap ziehenden Elefantenherden eingerichtet - dass man Elefanten zu Gesicht bekommt, ist so gut wie sicher. Der wunderschöne Park wurde vor kurzem durch das angrenzende Zuurberg-Gebiet erweitert. Leider können Elefanten und Farmer nicht friedlich nebeneinander existieren. Als die Farmer zu Beginn des 20. Jahrhunderts dieses Gebiet urbar machten, ließ der Konflikt mit den Elefantenherden nicht lange auf sich warten. Ein gewisser Major Pretorius wurde beauftragt, sich des Problems anzunehmen, und hätte ihn nicht ein Aufschrei der entrüsteten Öffentlichkeit gestoppt, hätte er wahrscheinlich keinen Elefanten am Leben gelassen. Es ist nur den Harveys, Landbesitzern, die die Elefanten auf ihrem Grund duldeten, zu verdanken, dass einige überlebten. Als Addo 1931 zum Nationalpark erklärt wurde, gab es gerade noch 11 Elefanten. Heute leben über 280 im Park, wo sie dank der eigentümlichen Vegetation des Addo-Busch paradiesische Zustände vorfinden und in solch ungewöhnlicher Populationsdichte existieren können. Dominierende Pflanze und bevorzugte Elefantenspeise ist der pinkfarbene Speckbaum (Portulacaria afra) mit einer Höhe bis zu 3 m und kleinen, saftigen Blättern. Daneben wachsen diverse Aloenarten, vygies (Mesembryanthemum) und Pelargonien. Nach den Regenfällen im Frühjahr entfalten viele Blumen eine opulente Blütenpracht. Das Zufahrtstor ist von 7-19 Uhr geöffnet. Nach heftigen Regenfällen bleibt die Zufahrt geschlossen, da dann die Schotterstraßen unpassierbar werden. Am besten kommt man am Vormittag und sucht sich einen Beobachtungsplatz an einem der Wasserlöcher, die während der Tageshitze von Elefanten aufgesucht werden. Eine insgesamt 45 km lange Straße führt durch das Gelände; es zahlt sich aus, einen Ranger nach guten Beobachtungspunkten zu fragen. Die Strecke von Port Elizabeth zum Addo Park ist sehr schön, obwohl man auch an depremierenden Townships und Industriegebieten in unmittelbarer Nachbarschaft zu PE vorbeikommt. An der N2 ist der Weg in den Park ausgeschildert. Alternativ dazu kann man auf der R75 über Uitenhage vorbei an reizvollen Zitrusfarmen fahren, die zwischen Kirkwood und Uitenhage an den Ufern des Sundays liegen. |