Gepard (engl: Cheetah)

Acirionyx jubatus

Der schlanke, stromlinienförmige und graziöse Gepard ist eine der wunderbarsten Schöpfungen der Natur. Er lebt in kleiner Zahl im Krüger sowie im Kalahari Gemsbok National Park und ist in einigen Parks KwaZulu-Natals wiedereingeführt worden.

Auf den ersten Blick scheint er dem Leoparden zu gleichen, tatsächlich ist er aber länger und leichter, besitzt einen leicht gekrümmten Rücken und einen wesentlich kleineren, runderen Kopf. Seine Schulterhöhe beträgt etwa 80 cm, die gesamte Körperlänge, einschließlich des Schwanzes, 210 cm, und sein Gewicht liegt zwischen 40 und 60 kg. Manchmal entsteht durch eine wunderbare genetische Mutation eine Variante, die als Königsgepard (king cheetah) bekannt ist: Anstatt der Tupfen besitzt dieser ein marmoriertes Fell und gestreifte Beine, am häufigsten sind Königsgeparden im Krüger National Park. Normalerweise jagt der Gepard am frühen Morgen oder am späten Abend. Dabei pirscht er sich so nah wie möglich an seine Beute heran.

Im rechten Augenblick läuft er in einem unglaublichen 100-m-Sprint los, bei dem er eine Geschwindigkeit von bis zu 110 km/h erreicht. Diese phänomenale Schnelligkeit kann er allerdings nur über kurze Distanzen durchhalten. Gelingt es ihm nicht, seine Beute zu Fall zu bringen, gibt er auf und versucht es andernorts von neuem. Das Opfer, meist eine kleine Antilope, wird durch einen Schlag zwischen die Beine zum Stolpern und schließlich zu Fall gebracht. Andere bevorzugte Beutetiere sind Hasen, Schakale und junge Warzenschweine.

Die paarungsintensive Zeit der Geparde liegt zwischen März und Dezember, wenn die Weibchen 2-4 Junge werfen. Nach ungefähr einem Jahr sind die Jungen ausgewachsen, bleiben danach aber noch länger beim Muttertier, um das Jagen und andere Überlebenstaktiken zu lernen. Geparden kämpfen nur selten. Sie können selbst zur Beute von Löwen, Leoparden und Hyänen werden; meist trifft es die Jungen.

Südafrika