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Nashorn (engl.: Rhinoceros)
Diceros bicornis (Spitzrnaul- oder Schwarzes Nashorn, engl: Black oder Hook-lipped Rhinoceros), Ceratotherium simum (Breitmaul- oder Weißes Nashorn, engl: White oder Square-lipped Rhinoceros) Nashörner gehören zu den am stärksten gefährdeten großen Tierarten Afrikas, was hauptsächlich mit dem asiatischen Aberglauben zusammenhängt, ihre Hörner hätten medizinische und aphrodisische Wirkung, sowie mit der jemenitischen Überzeugung, wahre Männer brauchten einen Dolch aus Nashorn. In der Vergangenheit haben sich die Nashornbestände durch Wilderer dramatisch reduziert, so dass sie in vielen Ländern bereits ausgerottet sind. Glücklicherweise hat die Wilderei in Südafrika und Swasiland nicht derartige Ausmaße angenommen. Besucher können im Krüger National Park sowie in mehreren Parks KwaZulu-Natals und Swasilands Nashörner wahrscheinlich aus nächster Nähe erleben. Spitzmaulnashörner sind Äser, die überwiegend im Dickicht leben und sich hauptsächlich von Blättern, jungen Trieben und Knospen ernähren, während Breitmaulnashörner Weidetiere sind, die offene Landschaften bevorzugen. Beide Arten fressen in den kühleren Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Während Breitmaulnashörner als generell friedlich betrachtet werden, neigen Spitzmaulnashörner bei Gefahr eher zu einem Angriff. Allerdings ist ihr Sehvermögen so schwach, dass sie ihr Ziel meist verfehlen. Es ist schon vorgekommen, dass sie Eisenbahnzüge und Elefantenkadaver angegriffen haben! Das Revier eines Spitzmaulnashorns kann abhängig von der Geländebeschaffenheit und der verfügbaren Nahrung 2-50 km2 umfassen, aber nur Breitmaulnashornbullen verteidigen ihre Reviere aktiv. Mit 5 Jahren werden Nashörner geschlechtsreif, die Kühe kalben jedoch frühestens mit 7 Jahren. Die Jungen wiegen bei ihrer Geburt durchschnittlich 40 kg und steigern dieses Gewicht innerhalb der ersten 3 Monate auf 140 kg. Ausgewachsene Spitzmaulnashörner wiegen 800-1100 kg, das wesentlich größere Breitmaulnashorn bringt hingegen 1200-1600 kg auf die Waage. Beide sind Einzelgänger, die sich nur zur Paarungszeit mit Artgenossen zusammenfinden. Kälber bleiben bis zu 3 Jahre bei der Mutter, sind aber bereits nach einem Jahr selbständig. |