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Gnu (engL: Blue Wildebeest oder
Brindled Gnu)
Connochaetes taurinus Das nach seinen tiefen, trägen Lauten benannte Gnu ist für die afrikanische Savanne das, was das Bison einst für die amerikanischen Prärien war. Gnus sind kontaktfreudige Tiere, die unter einer Kakophonie amüsanten Schnaubens und tiefen Grunzens in Herden von über zehntausend Tieren im Verband mit Zebras und anderen Pflanzenfressern umherziehen. Heute ist ihr Bestand in Südafrika zurückgegangen, aber man sieht sie in vielen trockeneren National Parks zwischen dem Kalahari Gemsbok und Krüger National Park. Sein plumpes, ungelenkes Erscheinungsbild macht das Gnu so unverwechselbar: Es ist kräftig gebaut, besitzt einen großen Kopf und eine wilde, zottelige Mähne. Vorne gleicht es einem Ochsen, hinten einer Antilope mit dem Schweif eines Pferdes! Darüber hinaus ist das Gnu für sein exzentrisches Verhalten bekannte d.h. für sein Schnauben, ungestümes Umherspringen, wildes Kopfschütteln, Bocken, Im-Kreis-Laufen und Sich-im-Staub-Wälzen, was als Reaktion auf die Larve der Dasselfliege (diptera oestridae) zurückgeführt wird, die durch die Nüstern des Tieres zum Gehirn gelangt. Während der Paarungszeit sammeln bis zu 3 Bullen Gruppen von bis zu 150 Kühen mit ihren Jungen um sich und verteidigen ein begrenztes Revier gegen jeden Rivalen, selbst wenn dieser sich bereits zurückzieht. Unter den Bullen herrscht keine Hierarchie. Am Ende der Paarungszeit mischen sich die Gruppen wieder unter die ursprüngliche Herde. Gnus sind fast ausschließliche Grasfresser, die auf ständiger Wanderschaft nach saftigen Weiden und Wasser suchen. Da sie vorzugsweise täglich trinken und nur 5 Tage ohne Wasser auskommen, wandern sie bis zu 50 km, um eine Quelle zu finden. In der Regenzeit grasen sie in loser, scheinbar unzusammenhängender sozialer Ordnung, in der Trockenperiode sammeln sie sich dagegen in trauter Verbundenheit an den Wasserstellen. Zu ihren Feinden zählen Löwen, Geparde sowie Hyänenhunde. Hyänen haben eine Vorliebe für Gnukälber. |