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Eiskurs im Pitztal vom 26.08. - 01.09.2001
Die Seilschaft:
Die Foto´s einfach anklicken, dann werden sie größer dargestellt. Karte von der Umgebung Warum? Letztes Jahr bei unserer Wanderwoche im Ötztal auf der Martin-Busch-Hütte wären wir fast auf den Similaun gekommen, ein wunderschöner Gletscherberg. Aufgrund des schlechten Wetters hat dies aber leider nicht geklappt. Seitdem möchte Heike auf den "Berg". Meine "Auflage" war aber, wenn wir auf einen Gletscherberg gehen, dann nur mit Ausbildung = Eiskurs! Am ersten Tag war "nur" die Anfahrt und der Aufstieg auf die Hütte zu bewältigen. Wer hätte es gedacht, die Anfahrt war wesentlich streßiger. Schon über den Fernpaß drüber ergab sich ca. 500 m vor uns ein Unfall, Totalsperrung! Wir haben es aber trotzdem noch gerade so rechtzeitig geschafft. Nach der Hetzerei war der Aufstieg von ca. 700 Höhenmeter die reinste Entspannung.
Am ersten Kurstag mußten sich erstmal die einzelnen Gruppen finden. Es waren 3 Grundkurse und 2 Fortgeschrittenenkurse vor Ort. Pro Grundkurs 6 Mann/ Frau, pro Fortgeschrittenenkurs 4 Teilnehmer. Als Bergführer hat sich der Georg oder Schorsch zu uns gesellt. Wie sich später herausstellen sollte eine hervorragende Wahl, da Schorsch nach Meinung der anderen Bergführer ein alter Fuchs ist! Vormittags gings auf das Vordere Köpfle 2.739 m. "Leider" verlor Schorsch ganz zufällig den Normalweg, um uns das Gehen in unwegsamen Gelände zu vermitteln. Außerdem hat er Kartenkunde und Orientieren im Gelände mit Kompaß mit uns gemacht. Nachmittags bekamen wir dann die ganze Gletscherausrüstung. Zuerst war Gurt anlegen angesagt und dessen richtiger Sitz austesten auf dem Programm, mit diversen Knoten. Zum Schluß hat Schorsch uns noch den Aufbau einer Seilschaft erklärt, je nach Anzahl der Teilnehmer. Am zweiten Kurstag gings auf den Gletscher. Sicheres Gehen mit Steigeisen im flachen und im steileren Gelände. Standplatz bauen, Vorstieg und Seilkommandos. Steigen/ Klettern im steileren Eis mit einem oder 2 Pickel. Das Ganze bis einen die Kräfte in den Armen oder in den Wadeln verlassen hat. Ach so, ich vergaß, Lektion 1 von Schorsch: Immer lächeln!!!
Am dritten Kurstag haben wir eine Tour auf den Taschachkopf 3.385 m gemacht. "Natürlich" hat Schorsch wieder den Normalweg verloren und dadurch "mußten" wir mitten durch die Spalten und über den Gletscher. Auf dem Rückweg haben wir noch Spaltenbergung geübt. Jeder hat mindestens einmal jeden Platz einer Dreier-Seilschaft eingenommen. Sprich der Erste in der Spalte, der Zweite versucht den Sturz zu halten und zu sichern, der Dritte zieht den Ersten wieder raus. Hört sich recht simpel an, kostet aber je nach Position entweder sehr viel Überwindung oder noch mehr Kraft. Vierter Kurstag, morgens Regen, nachdem wir bisher nur blauen Himmel und Sonnenschein hatten. Also gab's Theorie: Alpine Gefahren und danach Ausrüstungskunde. Mittags hat es aufgehört zu regnen, also ging's los, obwohl der Himmel nichts Gutes vorhersagte ... auf den Gletscher, wieder Gehübungen im steileren Eis und Standplatz bauen. Leider hat es später angefangen zu regnen ... worauf wir dann mit leichter Verzögerung den Rückzug angetreten haben. Fünfter Kurstag, Regen! Schneefallgrenze ist auf ca. 2.850 m runter. Ich hab kein Bock mehr bei so einem Wetter raus und auch keine Kraft mehr. Heike ist trotz des Wetters nicht zu bremsen. Oli und ich bleiben auf der Hütte, Ruth, Heike, Hannes und Matthias gehen, mit dem schon wieder vollkommen unruhigen Schorsch, die Gletscherzunge hoch!
Letzter Tag, Abstieg! Fällt nicht schwer bei dem Wetter!
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